TapetenStories: Christian Grey

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Der zuvorkommende Gentleman auf der einen Seite – sein „Spielzimmer“ auf der Anderen. Im neuen Teil unserer Kolumne TapetenStories geht’s um Christian Grey!

Es ist in aller Munde: Die einen lieben es, die anderen hassen es. Doch jeder hört zu, wenn darüber gesprochen wird. „Fifty Shades of Grey“ ist der Erfolgsfilm des Jahres. Die etwas andere Lovestory zwischen der schüchternen und unerfahrenen Ana und dem erfolgreichen und distanzierten Christian riss Millionen Leser und Zuschauer in ihren Bann. Auch ich hab den ersten Teil gelesen und natürlich den Film geschaut! Schade nur, dass die Geschichte oft lediglich auf den erotischen Anteil reduziert wird. Die wirkliche Liebesgeschichte bleibt dabei unbeachtet. Ebenso sieht man Christian meist als den Teufel in Person, dabei muss man vielmehr hinterfragen, warum sein Charakter genau so ist, warum er keine andere Liebe zulassen kann, also eigentlich warum sein Leben so ist, wie es ist.

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Die Beziehung zwischen den beiden beginnt sehr zurückhaltend. Sie begegnen sich bei einem Interview für die Studentenzeitung von Anas Uni. Christian fühlt sich sofort von ihr angezogen. Auf Ana hat er eher eine einschüchternde und verwirrende Wirkung. Als sie sich immer näher kommen, weiht er sie langsam in seine Geheimnisse ein. Aus dem schüchternen Mädchen Ana Steel wird schließlich eine stolze Frau. Je weiter sie jedoch in Christians Welt eindringt, desto schmerzlicher wird ihr bewusst, dass sie seine Erwartungen nicht erfüllen kann, aber auch nicht will.

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Christian wurde im Alter von 4 Jahren adoptiert, nachdem seine leibliche Mutter in seinem Beisein Selbstmord beging. Sie war eine cracksüchtige Prostituierte. Vermutlich misshandelte sie ihn. Es zeichnete ihn sein Leben lang. Nicht nur die äußerlich sichtbaren Wunden entstanden zu dieser Zeit, sondern auch seine Psyche bekam erste Schrammen.

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In seinen ersten Lebensjahren erfuhr er keinerlei Liebe, alles was er als „Zuneigung“ gezeigt bekam, waren Schmerzen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er sich im Alter von 15 Jahren auf eine Liebschaft mit einer Freundin seiner Mutter einlässt. Sie verführt Christian in eine Welt voller Belohnung und Bestrafung, Subs und Doms, Fesseln und Peitschen. Der Grundstein für seine zukünftigen Bedürfnisse ist durch sie gelegt.

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Seine berufliche Laufbahn entwickelt sich zu einem wirklichen Erfolgskurs. Mit der Leitung von Grey Enterprises Holdings erlangt er ein großes Vermögen. Nicht nur sein Helikopter, mit dem er Ana nach Seattle fliegt, spiegelt dies wieder, sondern natürlich auch sein Apartment im Escala –Gebäude. Es ist sehr weitläufig und offen gebaut und bietet einen wunderschönen Blick über die Skyline der Stadt.

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Er bevorzugt eine gerade und klare Linie. Insgesamt ist seine Wohnung eher kühl eingerichtet. Es scheint eher wie ein Showroom. Die Böden und ein Teil der Wände sind aus dem teuersten Marmor. Eine Teilung des großen Wohnraums schafft er durch Glaswände und einzelne Abstufungen der Ebenen. Durch viele Fenster, sowie nahezu weiße Möbel und Wände, wirkt alles sehr hell.

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Den teuren Stein kann sich natürlich nicht jeder leisten, aber diese Tapeten bringen zumindest die Optik in eure vier Wände:

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In einem ähnlich hellen, aber natürlich weiblicheren Style erscheint das Zimmer der Sub, Anas Zimmer. Es ist als Rückzugsmöglichkeit für sie gedacht, während der Zeit, die sie bei Christian verbringt. Da es ihr frei zur Verfügung steht, soll Ana es auch nach ihrem Geschmack einrichten. Nur eine Wand hat daher eine wunderschöne, zierliche Tapete. Sie ähnelt diesen:

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Im Kontrast zu den lichtdurchfluteten und repräsentativen Räumen steht sein „Spielzimmer“ oder auch „Zimmer der Qualen“, wie Ana es nennt. Es ist Rot und Schwarz gehalten. An den Wänden befindet sich eine rote Lederverkleidung. Die „Spielgeräte“ sind aus dunklem Holz. In diesem Raum muss alles zweckmäßig sein und doch wirkt es in der Kombination edel. Trotzallem ist Rot die Farbe der Liebe und auch Leder muss nicht unbedingt anrüchig sein.

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Ich denke, allein der Gegensatz zwischen dem Teil der Wohnung, den er nach außen hin zeigt, und seinem „Spielzimmer“ ist das perfekte Sinnbild für Christians zerrissene Persönlichkeit. Was meint ihr?

Bis zur nächsten TapetenStory
Eure Laura

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