Die neue Mustertapete schmückt nun eine Wand im Raum, aber was tun mit den anderen 3 Wänden?

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Mustertapeten haben ihre spezielle und dominante Wirkung im Raum, weshalb das Tapezieren aller Wände mit ein und derselben Tapete oftmals „too much“ sein kann. Hier kommt es auch auf Raumgröße, Raumhöhe, Raumschnitt und Anzahl der Fenster an, um mit einer bestimmten Mustertapete an allen vier Wänden ein harmonisches Gesamtbild zu erzielen. Nicht immer lässt sich das aufgrund der Gegebenheiten realisieren. Der Tapetenkäufer möchte oftmals partiell Akzente setzen und eine Wand bzw. einen Teil des Raumes durch die favorisierte Mustertapete hervorheben und betonen. Dann stellt sich automatisch die Frage: Wie können die übrigen Wände gestaltet werden, damit der Raum rundum stimmig wirkt?.

Hier finden sich verschiedene Möglichkeiten für die Wandgestaltung in sinniger Kombination mit Mustertapete, die viel kreative Freiheit lassen. Wir haben vier Anregungen für Sie zusammengestellt und erklären, worauf zu achten ist.

1. Übrige Wände mit passenden Wandfarben streichen

Diese Option wird von vielen Kunden bevorzugt, da sie relativ einfach und schnell umzusetzen ist. Bei einer Vielzahl von intensiven Mustertapeten ist Weiß ein passender Partner für die anderen Wände, der die Tapete durch seine reine Neutralität zum Strahlen bringt und in den Mittelpunkt stellt.

Es muss allerdings nicht immer Weiß sein, insbesondere, wenn Sie eine spezifische Stimmung in den Raum zaubern möchten. Aus dem Stegreif passende Farben zu finden ist für den Laien nicht immer einfach. Daher gibt es eine gute Faustregel, mit der Sie Fehler vermeiden können: Orientieren Sie sich an den Farben der Mustertapete und greifen Sie sich einen Farbton (oder auch zwei) heraus. Beachten Sie dabei die Raumgröße und Anzahl der Fenster oder Türen, durch die Licht einfällt, wenn Sie entscheiden, ob Sie helle oder dunkle Farben wählen sollten. Ein weiteres Kriterium ist die generelle Farbwirkung in Bezug auf die Stimmung, z.B. anregend, beruhigend.

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Fertig gemischte Farbtöne aus dem Fachhandel passen nur selten haargenau zum Farbmuster der Tapete. Daher wird die ausgewählte Farbe meist individuell nach Ihrer Vorlage gemischt. Das Mischen sollten Sie stets den Profis im Fachhandel überlassen, die mit hochmodernen programmierbaren Farbmischmaschinen arbeiten. In Malerfachgeschäften und Baumärkten können Sie Wandfarben im Wunschfarbton mischen lassen. Nehmen Sie dazu unbedingt ein Stück von der Tapete mit, denn nur dadurch kann ein unverfälschtes Farbergebnis gewährleistet werden. Das Tapetenmuster wird dann vor Ort eingescannt und intelligente Computer-Software erkennt die korrekte Farbzusammenstellung und Farbbezeichnung für Ihre Wunschfarbe aus der Mustertapete (z.B. nach RAL-Standard). So lässt sich die Farbe akkurat maschinell anrühren.

Ganz wichtig ist folgender Hinweis für das Streichen von Wänden: Genau wie beim Tapezieren ist ein tragfähiger, sauberer, glatter Untergrund erforderlich, ggf. muss auch hier mit einen Tiefengrund vorbehandelt werden, damit sich das Ergebnis sehen lassen kann. Während Tapeten mitunter noch minimale Unebenheiten und Fehlstellen durch ihre Grammatur und Struktur ausgleichen können, ist das bei Wandfarbe nicht der Fall. Hier sehen Sie bei ungenügender Vorbereitung alles: die Wand kann schattig, fleckig, bröselig erscheinen, wenn der Untergrund nicht perfekt ist.

2. Strukturen/Effekte der Mustertapete aufgreifen und auf die Wandoberflächen übertragen

Das hört sich komplizierter an, als es ist. Dafür müssen Sie sich zunächst einmal Ihre neue Mustertapete genau ansehen und sie erfühlen oder abtasten. Was fällt Ihnen auf oder ein? Hat die Tapete einen feinen Glanz, einen seidigen Schimmer, finden sich Edelmetallfarben wie Gold oder Silber, fühlt sie sich weich, fedrig, rau, geriffelt oder wollig an, welchen individuellen Wohnstil möchten Sie mit der Mustertapete und der übrigen Wandgestaltung zum Ausdruck bringen? Vielleicht Shabby Chic, Skandinavien-, Bohemian-, Industrial-Look, Purismus? Analysieren Sie Tapete und Inneneinrichtung, beachten Sie dabei auch bevorzugte Farben und Materialien von Mobiliar und Deko-Elementen.

Damit Sie sich das besser vorstellen können, möchten wir Ihnen ein ausgewähltes Tapetenbeispiel an die Hand geben. Entsprechend Ihrer persönlichen Stilpräferenzen können Sie verschiedene Wandgestaltungstechniken anwenden.

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Nehmen wir an, Sie sind ein Fan von urbanem Industrial-Chic und lieben unvergängliche Materialien, denen man gern ihre Zeitspuren ansehen darf. Sie entscheiden sich z.B. für die Mustertapete Brooklyn Tins 07 aus unserem Sortiment, mit der Sie eine Wand in Szene setzen möchten. Diese Tapete eröffnet Ihnen gleich mehrere Optionen, wenn es um Strukturen und Farben geht, die Sie mittels spezieller Techniken an den anderen Wänden umsetzen können. Folgende Ideen kommen in Frage:

  • Spachteltechnik: Übertragen Sie die rauen Strukturen der Tapete durch eine Spachteltechnik oder einen Putz auf die übrigen Wände; die Wandoberfläche soll bewusst unregelmäßig erscheinen und die Wände sollten anschließend in einem Farbton aus der Mustertapete, hier z.B. in einem cremigen Weißton, gestrichen werden.
  • Beton-Look für die übrigen Wände: Der Beton-Look ist angesagt wie nie und wird uns noch länger begleiten. Er eignet sich bestens für das Loft-Ambiente, das bewusst auf Wände setzt, denen Zeit- und Materialspuren deutlich anzusehen sind. Abblätternder und aufgeplatzter, verwitterter Beton wird an den Wänden nachgeahmt. Für diese Wandtechnik finden sich im Handel spezielle Sets, die sich aus Faserputz, Wand-, Abtönfarbe und Kleister zusammensetzen und bei denen ein Auftragen in zwei oder mehreren Schichten erfolgt. Wer sich für Beton weniger begeistern kann, der kann sich stattdessen für den Marmor-, Sandstein- oder Schieferlook entscheiden. Auch dafür sind im Fachhandel praktische Sets erhältlich.
  • Effekt-Lasuren in Gold, Silber, Bronze oder Rost eignen sich als ergänzende Wandgestaltung zur Beispieltapete ebenfalls sehr gut. Hier wird zunächst eine Grundfarbe aufgetragen. Im Anschluss sorgt die Effekt-Lasur für den typischen Gold- oder Silberglanz oder eine reizvolle Bronze- oder Rostpatina. Der Handel bietet Sets aus Grundfarbe und Lasur, mit denen Sie farblich immer richtig liegen.

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3. Interessante Tapetenmaterialien für haptische und kontrastreiche Dynamik

Wir leben von Kontrasten, sind von Kontrasten umgeben, denn das macht die Welt bunt, dynamisch. Gerade in Bezug auf die Raumgestaltung sollten alle Sinne angesprochen werden, denn nur so kann ein wohlig-zufriedenes Gefühl entstehen. Unsere Sinne arbeiten zusammen. Wenn wir z.B. eine kuschelige Decke sehen, können wir sie - auch ohne sie anzufassen - gedanklich erfühlen. Das verschafft uns ein wärmendes, behagliches Gefühl. Gleichzeitig braucht es auch Kontraste, z.B. etwas Kühles, damit wir überhaupt Wärme empfinden wollen und können.

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Und da sind wir auch schon bei Anregung Nummer 3: Mixen Sie Muster- und Designtapeten mit Tapeten aus besonderen Materialien. In unserem Tapetenshop warten Tapeten aus besonderen Materialien zum Sehen, Fühlen, Genießen, die Sie mit verschiedenen Mustertapeten wunderbar kombinieren können. Diese Tapetenmaterialien leben in erster Linie von ihrer außergewöhnlichen Struktur; die Farben sind oftmals uni gehalten oder spielen mit leichten Schattierungen und Reflexen. Entdecken Sie Textiltapeten, Ledertapeten, Glasperlentapeten, Crush-Tapeten, Effektfolientapeten, Metalltapeten, Naturtapeten oder Flocktapeten, deren beeindruckende Muster durch Strukturen entstehen. Sie unterstreichen Mustertapeten mit ihrer plastisch wirkenden Oberfläche wunderbar und machen diese sinnlich erlebbar.

4. Mustertapeten mixen

Diese Kombination ist zugegebenermaßen eine kreative Herausforderung und erfordert neben dem Mut zur Extravaganz auch ein geschicktes Auge. Als hervorragendes Beispiel für den Mix von zwei unterschiedlichen Mustern wollen wir auf das Foto unserer brasilianischen Kundin Juliana Fernandes verweisen, das uns ein Interieur zeigt, welches von stimmigen Farben und sehr unterschiedlichen Mustern lebt und dabei einen unvergesslichen Wiedererkennungswert hat.

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Sie mixt Streifen mit einem beflügelnden Ornamentmuster und macht dabei gleich zwei Dinge absolut richtig, damit es nicht überladen oder erdrückend, sondern erfrischend künstlerisch wirkt: Sie teilt den Raum mit zwei verschiedenen Mustertapeten - die jedoch das gleiche Farbkonzept aufweisen - neu auf. Während die inspirierende Ornamenttapete den Arbeitsplatz einrahmt, erstreckt sich die Streifentapete über den Ruhebereich mit Sofa und Tisch. Das schwarze Regal ist Verbindungs- und Trennungselement zugleich, was die besondere Atmosphäre noch stärker betont.

Wichtig sind beim Mustermix also zwei Komponenten: Es sollten sich die gleichen Farben in beiden Mustertapeten finden und der Raum sollte durch die unterschiedlichen Mustertapeten eine Gliederung erfahren.

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