Mustertapeten

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Tapeten mit Muster sind kreative Raumkünstler, mit denen Wohnträume verwirklicht werden. Mehrdimensionale Mustermotive mit großen oder kleinen Rapport sprechen verschiedene Sinne an und spielen mit Augen und Gedanken.

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Ratgeber Mustertapeten

Mustertapeten erlauben Gestaltungsvielfalt ohnegleichen. Sie sprechen mit optischen und haptischen Musterdesigns unterschiedliche Sinne an, formen jeden Raum individuell, lassen ihn größer oder kleiner erscheinen. Tapeten mit Muster sind anregend, aufregend oder beruhigend. Sie fördern Kreativität und insbesondere bei Kindern den Lern- und Spieltrieb. Dabei sind Muster so vielseitig und abwechslungsreich wie das Leben selbst, sie zeigen u.a. Blumen, Geometrie oder Ornamente. Holz, Stein und Metall können täuschend echt nachgebildet werden und offenbaren eigene Musterstrukturen für tolle Ideen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Muster im Rahmen der Tapetengestaltung? 

Ein Muster bezeichnet allgemein eine sich wiederholende Struktur. In Bezug auf Tapeten wird vorrangig in optische und haptische Muster unterschieden, die sich auch ergänzen können.

Optische Muster          

Optische Muster werden über das Auge wahrgenommen und lösen spezifische Reize im Gehirn aus. Es handelt sich zum Beispiel um Grafik und Zeichnungen, in Form von gegenständlichen, abstrakten oder stilisierten Darstellungen, auch mit Symmetrien, optischen Illusionen und in 3D. Motivische Mustertapeten zeigen ein Element, eine Abbildung oder Szenerie in stetiger Wiederholung. Arrangements einzelner unterschiedlicher Designelemente ergeben ein zusammengesetztes Muster.

Haptische Muster        

Haptische Muster, glatt oder strukturiert, können über den Tastsinn erfasst werden. Sie lösen unmittelbar Empfindungen wie weich, seidig, warm oder kühl aus und beeinflussen die Tapetenwirkung. Auch Eigenschaften wie naturnah und edel werden über haptische Musterungen transportiert. Dazu gehören Reliefs und Prägungen, die durch eine gezielte Oberflächenbearbeitung entstehen. Weiterhin finden sich Oberflächenmaterialien mit typischer stofflicher Textur, denen haptische Muster zu eigen sind.

Was versteht man unter einem Rapport bei gemusterten Tapeten?

Der Rapport bezeichnet bei Mustertapeten die Wiederholungen des Musters in einem gewissen Abstand. Dieser ist identisch mit der Größenangabe oder Höhe des Mustermotivs.

Wiederholungen des Musters

Das Muster oder die Abfolge der Musterelemente wiederholen sich stets in einem bestimmten Abstand (Längsrichtung), der je nach Mustermotiv unterschiedlich ist. Dieser Abstand ergibt sich aus der Höhe des Musterbildes, wobei ein Musterbild auch aus verschiedenen Elementen bestehen kann, die eine in sich geschlossene Einheit bilden.

Größenangabe des Musters

Der Rapport entspricht der Größenangabe des Musters, die auf dem Tapeteneinleger in Meter oder Zentimeter angegeben ist. Euro-Tapetenrollen weisen beispielsweise eine gängige Rapportgröße von 53 cm auf. Bei einer Rollenbreite von ebenfalls 53 cm zeigt sich das Musterbild fast quadratisch. Meist übersteigt die Rapportgröße jedoch die Rollenbreite.

Was bedeutet Musteransatz bei der Tapetenanbringung?

Der richtige Musteransatz ist für das harmonische Musterbild unerlässlich und im Tapeteneinleger angegeben. Je nach Musterart wird in ansatzfreien, geraden und versetzten Ansatz unterschieden, wobei der Musteransatz schon beim Zuschnitt zu berücksichtigen ist. 

Ansatzfrei

Bei ansatzfreien Mustertapeten bleibt das Muster beim Zuschneiden der einzelnen Tapetenbahnen unberücksichtigt. Es erfolgt ein fortlaufender Zuschnitt entsprechend der benötigten Wandhöhe. Diese Variante kommt komplett ohne Verschnitt aus. Als Beispiel sind vertikale Streifentapeten zu nennen.

Gerader Ansatz

Ist die erste Bahn zugeschnitten, wird die nächste Tapetenbahn so ausgerichtet, dass Muster an Muster liegt bzw. gleiche Muster auf gleicher Höhe später nebeneinanderkleben. Das bedeutet, dass bei jeder weiteren Bahn nur geringer Verschnitt anfällt. Die Angabe auf dem Tapetenetikett lautet dann z.B. 0.64/0 (0.64 = Rapport in m; 0 = kein Versatz). 

Versetzter Ansatz

Das Muster auf der nächsten Bahn wird um eine halbe Musterhöhe (Rapporthöhe) verschoben. Bei dieser Variante wächst der Verschnitt mit dem Musterabstand. Dies ist auf dem Tapetenetikett dann z.B. folgendermaßen dargestellt: 0.64/0.32 (0.64 = Rapport in m; 0.32 = Versatz in m).

Welche Räume eignen sich für Tapeten mit Mustern?

Mustertapete sorgt allerorts für ein individuelles Raumgefühl. Besonders gut kommt sie in Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer und Küche an.

Wohnzimmer

Rückzugsort und repräsentativer Raum für Gäste - das Wohnzimmer beweist gerne Stil und Klasse, unkonventionell oder nach bestimmten Vorgaben. Oftmals werden plakative, luxuriöse und elegante oder aber sehr spezielle, ausgefallene Musterdesigns für den geselligen Raum gewählt. Wichtig ist, dass Wände, Boden, Decke und Einrichtung ein stimmiges Gesamtbild ergeben. 

Schlafzimmer

Im Schlafzimmer wird durch gemusterte Tapeten die emotionale Komponente besonders stark angesprochen. Im Raum, der Entspannung und „zur Ruhe kommen“ symbolisiert, sind daher motivische Muster gefragt, die persönliche Vorlieben und Romantik bedienen. Diese können sehr edel und prächtig sein, z.B. Barock- oder Jugendstilmuster. Oder sie bilden Natur in ihren vielen Facetten mit Blumen oder Designs aus Flora und Fauna ab. 

Kinderzimmer 

Dass Kinderzimmer ist für Mustertapeten prädestiniert. In keinem anderen Raum zeigen sich Mustermotive so funktionell und von hohem pädagogischem Wert. Kinder jeder Altersstufe nutzen die kindgerechten Designs auf ihre Art und Weise, sei es zum aktiven oder passiven Lernen, als Spielvorlage oder für den kreativen Ideen-Input. 

Küche

Die Küche lebt von Mustertapeten, da dieser Lebensbereich hoch dynamisch und von großer Aktivität geprägt ist. Die Stimmung wie auch das gewünschte Ambiente kann maßgeblich durch gemusterte Tapeten beeinflusst werden. Gefragt sind u.a. Steinoptik und Holzoptik Tapeten und Modelle mit geometrischen oder ländlichen Mustern.

Für welche Wände empfehlen sich Mustertapeten?

Bei Tapeten mit Musterdesign sind Art, Größe und Farbgebung ausschlaggebend für die Anzahl der Wände, die damit gestaltet werden. So ist es möglich eine Akzentwand, zwei gegenüberliegende Wände oder alle vier Wände des Raumes mit gemusterten Tapeten zu schmücken. 

Akzentwand

Die Akzentwand eignet sich praktisch immer, da hier nur eine ausgewählte Wand mit der Mustertapete beklebt wird. Sie ist die optimale Lösung, wenn der Einsatz als Blickfang und Abgrenzung gedacht ist oder es sich um ein plakatives Muster in einem kleinen Raum handelt. Eine Akzentwand bietet sich auch bei eher dunklen Musterdesigns in Räumen mit weniger Tageslichteinfall an.

Zwei gegenüberliegende Wände

Gemusterte Tapeten, die sich auf gegenüberliegenden Wänden wiederfinden, kommen dann in Frage, wenn das Muster derart gestaltet ist, dass es eine optische Streckung oder Verkleinerung der Raumproportionen erreichen kann. Ein direkter visueller Bezug zu zwei Wänden kann so hergestellt werden.

Alle 4 Wände des Raumes

Wenn Mustergröße und Musterausrichtung im Verhältnis zur Raumgröße angemessen sind und die Musterfarben der Raumhelligkeit gerecht werden, steht der Gestaltung aller vier Wände im Raum nichts im Wege. Ein großes Zimmer mit viel Tageslichteinfall verträgt auch komplexe oder dunkle Mustertapeten, während ein kleiner Raum von dezenten, leichten und hellen Mustern profitiert.

Wie werden verschiedene Mustergrößen optimal eingesetzt?

Die Mustergröße kann entscheidend auf die optische Raummodellierung einwirken. Kleingemusterte wie auch großgemusterte Tapeten und Muster zur optischen Vergrößerung können gezielt genutzt werden.

Kleingemusterte Tapete  

Tapeten mit kleinteiligem oder kleinformatigem Musterdesign kommen in kleinen und mittelgroßen Räumen für eine oder mehrere Wände zum Einsatz. Auch, wenn der Raum über mehrere Fenster verfügt, eignen sich kleingemusterte Tapeten besser zur Gestaltung, da Unterbrechungen optisch kaum ins Gewicht fallen.

Großgemusterte Tapete

Große Muster auf der Tapete reduzieren optisch Weite und Höhe im Raum. Sie kommen an Wänden ohne Fenster am besten zur Geltung, da eine Unterbrechung des Musters zu optischer Unruhe führt. Zu beachten ist immer ein gewisser Betrachtungsabstand, damit sich die Wirkung großformatiger Musterungen entfalten kann, weshalb ein größerer Raum von Vorteil ist. 

 Muster zur optischen Vergrößerung des Raumes

Ein klassisches Muster zur optischen Raumvergrößerung zeigt sich mit Blockstreifen, die in Längsrichtung verlaufen. Eine wesentliche Rolle spielt auch die Plastizität eines Musters, die dem Raum optisch mehr Tiefe und Weite verleiht, wodurch er ebenfalls größer erscheint. 3D sowie Muster mit optischen Illusionen sind hier eine hervorragende Option.

Wie wichtig ist der Lichteinfall des Raumes für die Musterauswahl?

Der natürliche Tageslichteinfall durch Fenster oder Lichtausschnitte beeinflusst die Entscheidung für eine hell oder dunkel gemusterte Tapete. Bei intensiver Sonneneinstrahlung sind lichtbeständige Druckfarben gefragt.

Hell gemusterte Tapete

Räume mit wenig Tageslichteinfall wirken durch Tapeten mit hellem Musterdesign freundlich, es entsteht ein offener und weiter Eindruck. Einfallendes Licht wird durch helle Muster angenehm reflektiert, was es auch bei verwinkelten Räumen oder in Eingangsbereichen ermöglicht, im wahrsten Sinne des Wortes Licht ins Dunkel zu bringen.

Dunkel gemusterte Tapete

Dunkle Mustertapeten benötigen ausreichend, besser noch großzügigen Tageslichteinfall, damit sie nicht düster und bedrückend wirken. Ist nur ein Fenster vorhanden, sollte sich die Gestaltung auf eine Akzentwand beschränken, die übrigen Wände werden in einer hellen Kontrastfarbe gehalten.

Indirekte Beleuchtung kann eine dunkel gemusterte Tapetenwand optisch in Szene setzen.

Lichtbeständige Druckfarben  

Die sogenannte Lichtbeständigkeit von Tapeten bezieht sich auf die Farbbeständigkeit und das Ausbleichrisiko der verwendeten Druckfarben bei starker Sonneneinstrahlung. Ähnlich wie bei Schulnoten erfolgt eine Klassifizierung in die Parameter Ausgezeichnet, Sehr gut, Gut, Befriedigend und Ausreichend lichtbeständig. Je höher die Anforderungen, umso besser sollte die Bewertung sein.

Was sind beliebte Mustereffekte bei Tapeten?

Tapetenmuster können durch bestimmte Oberflächenbehandlungen eine spezielle Ausstrahlung erhalten. In der Praxis sind matte, schimmernde und glänzende Mustereffekte besonders beliebt.

Matt

Matt ist im Zusammenhang mit Tapeten ein Begriff aus dem Bereich der Farben und Lacke. Er bezeichnet jegliche Abwesenheit von Glanz. Ein mattes Muster verhindert, dass sich Licht auf der Tapetenoberfläche spiegelt, es wirkt sehr natürlich und wird auch gerne zur Imitation bestimmter traditioneller Mal- und Drucktechniken eingesetzt.

Schimmernd

Die schimmernde Oberflächenstruktur entsteht durch die Verwendung von irisierenden Farben. Dabei handelt es sich um Druckfarben mit Perlglanzpigmenten, die im Zusammenspiel mit Licht für den irisierenden Regenbogeneffekt oder Perlmutteffekt sorgen. Je nach Betrachtungswinkel werden verschiedene Farbsequenzen der Lichtquelle verstärkt wahrgenommen, was schimmernd wirkt.

Glänzend

Glänzende oder auch glitzernde Musterelemente spielen mit dem Licht auf vielfältige Weise, sie zaubern Helligkeit und eine magische Anziehung in den Raum. In der Tapetenherstellung entstehen Glanzeffekte z.B. durch Glanzprägungen, Lasuren und hochwertige Metallfolien. Für funkelnde Glitzereffekte sorgen Glitzerpartikel und Materialien wie Glasperlen. 

Was passt ergänzend zu Mustertapeten bei der Wandgestaltung?

Ein stimmiges Gesamtbild steigert den Wohlfühlfaktor. Deshalb kommen als Ergänzung für gemusterte Tapeten einfarbige Wände, Streifentapeten und Strukturtapeten in Frage. 

Einfarbige Wände        

Tapeten in abgestimmten Unifarben, die beispielsweise eine Musterfarbe aufgreifen oder in neutralen Farben wie Weiß und Grau gehalten sind, setzen eine gemusterte Akzentwand gekonnt in Szene. Alternativ sind auch passend einfarbig gestrichene Wände eine beliebte Option.

Streifentapeten

Streifen sehen als Pendant zu verschiedenen Mustermotiven, wie Barock, Geometrie oder Blumen, sehr interessant aus und bieten einen sanften, raffinierten Kontrast. Besonders schön wirkt es, wenn die Farben der Streifentapete mit denen des anderen Musters übereinstimmen.

Strukturtapeten

Strukturtapeten beeindrucken durch ihre haptische Oberfläche und erlesene Texturen. Hier warten Naturtapeten, Textiltapeten oder Relief- und Prägetapeten. Ausschlaggebend für die Kombination ist, dass Strukturtapeten die Erscheinung der Mustertapeten unterstreichen und ebenfalls in passenden Farbtönen (einfarbig) gehalten sind bzw. farblich passend überstrichen werden können.

Unsere Tipps: Hinweise zum Tapezieren von Mustertapeten

Wie schneidet man Mustertapeten zu?

Zunächst wird die Höhe der Wand ausgemessen und je 5 cm Zugabe oben und unten addiert. Die Rollenlänge geteilt durch die ermittelte Wandhöhe plus ein halber Rapport ergibt die Anzahl der Bahnen, die von einer Rolle geschnitten werden können. Die Wandbreite multipliziert mit der Rollenbreite ergibt die Anzahl der benötigten Bahnen je Wand. Dann wird der Musteranfang an der Wand festgelegt, der mit einem vollständigen Musterbild (Rapport) beginnen sollte. Bei großen Mustern empfiehlt es sich, von der Mitte der Wand auszugehen. Der Zuschnitt der ersten Bahn erfolgt nach dem ermittelten Höhenmaß inkl. Zugabe. Die weiteren Bahnen werden unter Beachtung von Rapportgröße und Rapportversatz zugeschnitten.

Wie bringt man Vliestapeten mit Muster an der Wand an? 

Gemusterte Vliestapeten werden in der sogenannten Wandklebetechnik angebracht. Im Gegensatz zu Papiertapeten, bei denen die einzelnen Tapetenbahnen eingekleistert werden und einweichen müssen, erfolgt hier der Kleisterauftrag direkt auf der Wand. Die zugeschnittenen Bahnen können im trockenen Zustand und ohne Wartezeit an die Wand geklebt werden. Es ist sinnvoll, an der Wand nur die Fläche für die jeweils aktuell benötigte Tapetenbahn einzukleistern, damit kein Zeitdruck während der Anbringung entsteht.

Wie klebt man gemusterte Tapete um Ecken?

Im Raum werden Innen- und Außenecken unterschieden. Bei Innenecken zeigt der rechte Winkel nach innen, bei Außenecken nach außen. Sollen dünne Tapeten an Innenecken angebracht werden, ist die letzte Bahn der Wand auszumessen und mit ca. 2 cm Überstand in der Breite zuzuschneiden. Diese Bahn wird an die Wand gebracht und mit einem geeigneten Werkzeug gut in die Ecke gedrückt, der Überstand wird an die nächste Wand geklebt. Bei dicken Tapeten sollte der Überstand etwa 5 bis 8 cm betragen. Die nun weiterführende Bahn an der nächsten Wand ist überlappend zu kleben, wobei zuvor die Rollenbreite der Tapete von der Innenecke oben ausgehend abgemessen und dann eine senkrechte Linie von oben nach unten für einen geraden Ansatz gezogen wird. Bei dicken Tapeten ist anschließend der Doppelnahtschnitt durchzuführen, um wulstige Übergänge zu vermeiden.


Sind Außenecken mit dünnen oder dicken Tapeten zu tapezieren, erfolgt der Zuschnitt der letzten Bahn vor der Außenecke wie bei den Innenecken beschrieben. Die Bahn wird unter Berücksichtigung des Musteransatzes an die zuletzt angebrachte Bahn angesetzt, um die Ecke herumgelegt und gut angedrückt. Die nächste Bahn kann nun entweder überlappend angebracht oder am Überstand der Außeneckenbahn angesetzt werden.

Wie klebt man Mustertapeten um Fenster?

Diese Anleitung gilt, wenn Sie sich dem Fenster von der linken Seite nähern (ist meist der Fall). Die Bahn, die auf das Fenster trifft, wird wie gewohnt zugeschnitten und an der vorherigen Bahn unter Berücksichtigung des Musterverlaufs angesetzt. Zum Fenster hin erfolgt die Anbringung mit Überstand, wobei die Bahn so angesetzt wird, dass die Fensterlaibung überdeckt ist.  Nun ist der Überstand mit Schere oder Cuttermesser unterhalb des Fenstersturzes und an der Oberkante Fensterbank einzuschneiden, damit die Tapete nach innen geklappt und in die Laibung gedrückt werden kann.
Die Tapete in der Laibung wird danach bündig mit dem Fensterrahmen abgeschnitten. Die erste Bahn, die oberhalb des Fensters folgt, wird entsprechend dem Maß plus Zugabe von ca. 4 cm zugeschnitten und überlappend sowie mustergerecht an der vorigen Bahn angebracht. Jetzt erfolgt das Einschlagen der Tapete in die Fensterlaibung, der Überstand am Fensterrahmen und zur Decke hin wird abgeschnitten. Unterhalb des Fensterbrettes gehen Sie ebenfalls überlappend vor. In beiden Fällen muss zum sauberen Abschluss noch die Überlappung mittels Doppelnahtschnitt entfernt werden.

Kann man alte Tapetenmuster einfach überstreichen?

Glatte, unbeschichtete und unversiegelte Papier- oder Vliestapeten lassen sich in der Regel problemlos mit Wandfarbe überstreichen. Nicht möglich ist das Streichen der gemusterten Tapete, wenn diese über besondere Veredelungen verfügt, foliert ist oder die Oberfläche aus  Natur- und Textilmaterialien oder Glasperlen besteht. Feuchtigkeitsdurchlässige Mustertapeten mit Prägestrukturen oder Reliefs sind überstreichbar, allerdings wird hier mehr Farbe für einen gleichmäßigen, gut deckenden Auftrag benötigt. Bei intensiv farbigen und dunkleren Tapetenmustern sind mehrfache Streichdurchgänge bzw. Grundierungen erforderlich, damit das Muster nicht durchscheint. Ein neuer Farbanstrich ist nur zu empfehlen, wenn die alte Tapete noch fest an der Wand anhaftet.