Wie finde ich den „richtigen“ Handwerker für meine Tapete?

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Wer nicht selbst tapezieren möchte oder kann, der beauftragt in der Regel einen Fachbetrieb, in diesem Fall eine Malerfirma, denn diese sollte sich mit dem Tapezieren im Allgemeinen und im Speziellen bestens auskennen. Fällt aber das Ergebnis, gerade bei hochwertigen und besonderen Mustertapeten, anders als erwartet aus, beginnen die großen Diskussionen.

Das lässt sich im Vorfeld vermeiden, denn der Kunde als Auftraggeber darf die Verantwortung grundsätzlich bei allen fremd ausgeführten Handwerksleistungen niemals komplett aus der Hand geben. Er trägt wesentlich dazu bei, ob das Ergebnis seinen Anforderungen entspricht und die Tapete ordnungsgemäß angebracht wurde. Dieser Verantwortung werden Sie mit den Grundregeln, der Checkliste und den Infos, die wir in diesem Zusammenhang für Sie vorbereitet haben, bestens gerecht.

Tapezierer-gesucht

Grundregeln, die Sie immer beachten sollten, wenn Sie Handwerker beauftragen:

  1. Ihre persönliche Anwesenheit ist gefordert
  2. Begutachten und kontrollieren Sie die Arbeitsschritte kontinuierlich
  3. Sprechen Sie Probleme oder Auffälligkeiten direkt an, Kommunikation beseitigt Unklarheiten, beugt fortlaufenden Fehlern vor und grenzt auch einen etwaigen Schaden ein.

Betrachten wir die Grundregeln etwas genauer. Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass Tapezierarbeiten, die an eine Fachfirma vergeben werden, in Urlaubs- und Ferienzeiten der Kunden gelegt werden. Der Auftraggeber nimmt sich eine Auszeit, bekommt nichts mit von Schmutz und Lärm und wiegt sich in Vorfreude auf die frisch tapezierten Räume, wenn er nach Hause kommt. Das hier Schwierigkeiten vorprogrammiert sind, sollte eigentlich klar sein. Denn wer nicht anwesend ist, hat keinen Überblick und der ist wichtig, wenn das Ergebnis stimmen soll.

Deshalb:

Zeigen Sie Präsenz und denken Sie um. Nehmen Sie sich, wenn möglich sogar an den Tagen, an denen tapeziert wird, frei, damit Sie vor Ort sein können. Sie müssen die Maler und Tapezierer nicht rund um die Uhr beaufsichtigen, das wäre auch unproduktiv für beide Seiten. Aber Stichproben, die Begutachtung des Arbeitsfortschritts und die Kommunikation über die Arbeitsschritte sind unverzichtbar, wenn Sie das Ergebnis haben wollen, das Sie sich wünschen. Das ist kein Misstrauen in die Arbeit der Handwerker, aber auch die Fachkräfte sind nur Menschen und können trotz aller Sorgfalt Fehler machen. Fragen klären sich am besten vor Ort, nicht über Telefon, Kurznachrichten oder dritte Personen.

Was Sie vor der Auftragsvergabe klären sollten - Die richtige Malerfirma finden

Sie haben Ihre Traumtapete gekauft und möchten Tapezieren lassen. Gehen wir davon aus, dass Sie alle Arbeiten, vom Entfernen der alten Tapeten und der Untergrundvorbereitung bis hin zum Neutapezieren, von einer Malerfirma ausführen lassen möchten. Hier ist es bei der Auswahl der richtigen Firma wichtig, dass Sie Fragen stellen und zwar alle, die notwendig sind, damit Sie eine Entscheidung mit gutem Gewissen treffen können. Beachten Sie dabei auch: Sie wünschen sich exzellente Arbeit, Sie investieren Geld in hochwertige Tapeten und erwarten daher auch, dass diese korrekt verarbeitet werden. Das können Sie nur von einem kompetenten Fachbetrieb für Maler- und Tapezierarbeiten, nicht aber von einem Allroundhandwerker erwarten. Setzen Sie auf gewerbliche Unternehmen mit Meisterbrief und denken Sie daran: Hervorragende Arbeit hat nun mal ihren Preis und ist nicht für einen Billiglohn zu erhalten.

Welcher-Maler-fuer-meine-Tapete

Nun aber zur Checkliste, die Sie im Zuge der Angebotseinholung durchgehen sollten, um die versierte Malerfirma leichter zu finden:

  • Bevor ein Angebot erstellt wird, sollte ein Vor-Ort-Termin zur Besichtigung gemacht werden, denn nur so lassen sich die Arbeitsschritte perfekt planen und preislich kalkulieren.
  • - Gehen Sie nicht unvorbereitet und ohne ein gewisses Maß an Hintergrundwissen in das Vor-Ort-Gespräch mit dem Malermeister oder dem Mitarbeiter der Malerfirma. Auf unserer Website finden Sie eine Vielzahl von hilfreichen Informationen rund um Tapeten und Tapezieren, werfen Sie einen Blick in die Tapezieranleitungen und in die entsprechenden Ratgeber-Blogartikel. Je besser Sie vorbereitet sind, umso effektiver können Sie, um es mal ganz banal zu sagen: „Die Spreu vom Weizen trennen“ und niemand kann Ihnen so schnell ein X für ein U vormachen. Denn Unwissenheit wird leider auch manchmal ausgenutzt. Daher wieder der Appell: Geben Sie die Verantwortung nicht ab!
  • Klären Sie ab, ob und in welchen Umfang die Malerfirma Erfahrung in der Schimmelbeseitigung und Behandlung hat, meist treten Schimmelprobleme erst nach dem Entfernen der alten Tapete zu Tage, dann ist es schon zu spät und die Arbeit kann sich verzögern, wenn die Malerfirma hier überfragt ist.
  • Zeigen Sie beim Vor-Ort-Termin die anzubringende Tapete und testen Sie das Wissen über Materialbeschaffenheit und Verarbeitung. Die unterschiedlichen Materialarten und Oberflächenstrukturen von Tapeten (z.B. Naturtapeten, Metalltapeten, Glasperlentapeten, Flocktapeten, Textiltapeten, Effektfolientapeten) verlangen nach dem richtigen Umgang, besonders empfindliche Oberflächen erfordern mitunter das Tragen von Handschuhen, um Fleckenbildung und Druckstellen vorzubeugen. Auch bei der Verwendung des Kleisters oder Klebemittels kommt es auf die richtige Auswahl an. Bei den Mustertapeten sind Ansatz, Versatz, Rapport je nach Art zu beachten. Eine zu schnelle Trocknung kann ebenso wie eine zu langsame Trocknung Tapetenprobleme verursachen, über das richtige Raumklima sollte der Fachbetrieb bestens Bescheid wissen. Fragen Sie auch nach den Erfahrungen, welche die Malerfirma in Bezug auf diese Tapete bereits vorweisen kann, beispielsweise Fortbildungen, Zusatzausbildungen, evtl. Musterarbeiten oder Fotos.

Maler-fuer-Tapetenanbringung

Während der Tapezierarbeiten: Das sind Ihre Aufgaben, damit nichts schief laufen kann!

Sie wollen ein perfektes Ergebnis, das Ihre Augen erfreut, dem Preis gerecht wird und an dem Sie dauerhaft Freude haben. Dann beherzigen Sie diese Tipps, wenn Sie die für Sie geeignete Malerfirma gefunden haben und die Arbeiten beginnen.

  • Begutachten Sie unbedingt die „nackte“ Wand, wenn die alten Tapeten entfernt wurden und machen Sie davon auch Fotos. Nur so lassen sich später eventuell übersehene und nicht behobene (Schimmel)Schäden belegen, was für Sie als Auftraggeber von größter Bedeutung ist. Lassen Sie sich die Untergrundvorbereitung genau erklären: Ist der Untergrund tragfähig, muss er vorbehandelt werden, in welchem Umfang fallen Ausbesserungsarbeiten oder aber Anti-Schimmelmaßnahmen an? Ist eine Makulaturtapete erforderlich? Welche Materialien werden für die Untergrundbehandlung verwendet?
  • Nach der Untergrundvorbereitung begutachten Sie erneut das Ergebnis. Sind Sie zufrieden? Wenn ja, dann sollten Sie nun mit dem Handwerker den nächsten Schritt durchgehen. Er soll Ihnen erklären, wie er nun die besondere Tapete an die Wand bringt, welchen Kleister er verwendet und mit welcher Wand er beginnen wird. Weisen Sie ausdrücklich noch einmal auf die Tapeten-Symbole und Verarbeitungshinweise im Einleger der Rolle hin. Auch, wenn Ihnen das vielleicht vorkommt, als ob Sie den Handwerker schulmeistern wollen, darüber sollten Sie hinwegsehen. Denken Sie daran: Sie wünschen sich ein erstklassiges Ergebnis! Prüfen Sie selbst noch einmal die Zimmertemperatur, es sollte weder zu heiß, noch zu kalt sein, Durchzug ist unbedingt zu vermeiden.
  • Vereinbaren Sie im Vorhinein, dass zu Beginn der Tapezierarbeiten zunächst nur eine Wand tapeziert wird. Nach der vollständigen Trocknung und bei akkuratem Ergebnis kann es dann weitergehen. Nur so werden Fehler, die beim Tapezieren gemacht wurden, richtig sichtbar und Sie laufen nicht Gefahr, dass sich das unschöne Ergebnis über alle Wände erstreckt. Das ist auch ein Kostenfaktor.
  • Bitten Sie den Handwerker, Ihnen nach dem Tapezieren von zwei oder drei Bahnen Bescheid zu geben, damit Sie den ersten Teilabschnitt in Augenschein nehmen können. So lassen sich gravierende Fehler schon von Anfang an ausmerzen.
  • Kontrollieren Sie im weiteren Verlauf stichprobenartig und nach jeder Wand, ob alles seinen richtigen Weg geht. Unverzichtbar ist die Endabnahme, die allerdings erst nach einer vollständigen Trocknung erfolgen kann.